Rottweiler-Talk.at

Ein Blog für unsere geliebten Rottis
Wesen und Charakte

Wesen und Charakte

Rottweiler Charakter und Wesen

Was macht das Wesen des Rottweilers aus?

Das Grundwesen des muskulösen Hundes ist freundlich und friedlich.

Der Rottweiler ist selten nervös oder vorsätzlich angriffslustig. In der Hand eines erfahrenen Hundehalters ist er in der Regel entspannt, aber immer wachsam und seinem Herrn zu Diensten.

Das grundsätzlich friedliebende Wesen des, mitunter Respekt einflößenden, Vierbeiners hat wesentlich zur Erhaltung der Rasse beigetragen, die heute vorwiegend zur Übernahme von Wach- und Schutzfunktionen gehalten und gezüchtet wird.

Sein Revier, sein Haus, sein Herr

Ursprünglich half der Rottweiler, der als Nachfahre der Saupacker, der Wildschwein jagenden Vorstehhunde, gilt, bei der Handhabung des Schlachtviehs auf großen Viehmärkten des Mittelalters.

Dieser Hund musste stets arbeitswillig, mutig und gleichermaßen nervenfestund enorm selbstsicher sein. Eigenschaften, die Liebhaber des Rottweilers noch heute an ihm schätzen. Der unerschrockene Charakter des Rottweilers prädestiniert ihn für Wachaufgaben und Schutzfunktionen aller Art.

Er verteidigt, wenn es sein muss, sein Revier mit allen Mittel und schaltet in Gefahrensituationen blitzschnell.

Der Rottweiler agiert durchaus unvermittelt und ohne große Ankündigung. Um ihn zu kontrollieren und sein bisweilen impulsives und ausgesprochen territoriales Wesen in die richtigen Bahnen zu lenken, sind Sachverstand und eine sichere, erfahrene Hand des Halters erforderlich.

Der Rottweiler ordnet sich nur einer Führungspersönlichkeit unter und ist für den Einsteiger weniger geeignet.

Schmusetier mit wachsamem Blick und gespitzten Ohren

Obwohl der Rottweiler stets Herr der Lage ist und die Umgebung im Auge behält, liebt der große, kräftig gebaute Hund Streicheleinheiten und Zuwendung von seiner Familie.

Rottweiler schließen sich eng und treu an ihren Besitzer und eine Gruppe oder Familie an, sind jedoch keine direkten Familienhunde.

Der Rottweiler, oft liebevoll Rotti genannt, liebt das Spiel, die Bewegung und das Toben im Freien. Vielfältige, sportliche Betätigung sind für seine Ausgeglichenheit äußerst wichtig.

Kindern gegenüber verhält sich der Rottweiler in der Regel aufgeschlossen und sanft. Er agiert im Allgemeinen nicht hektisch oder fahrig. Ein erfahrener Erwachsener sollte beim ausgelassenen Spiel und wildem Jagen nach dem Ball, gerade bei kleineren Kindern, jedoch immer zugegen sein und die Führung übernehmen.

Allein das stattliche Gewicht des imposanten Vierbeiners, das bei Rüden bis zu 50 kg betragen kann, und sein stürmisches, oft verspieltes Temperament können einen Steppken schnell zu Fall bringen.

Der Rottweiler – ein starker Begleiter

So treu der Rottweiler ihm bekannten Personen ergeben ist, so distanziert und zu meist sehr zurückhaltend verhält er sich Fremden und Unbekannten gegenüber.

Eigenschaften, die, neben Durchsetzungsvermögen und Willensstärke, ideale Voraussetzungen für seine Tätigkeit als Diensthund sind.

Rottweiler gehören zu den anerkannten Diensthundrassen und sind häufig im Polizeidienst und Grenzschutz anzutreffen. Der im Wesen gutmütige und gelassene Hund hat sich darüber hinaus bei der Arbeit als Fährten- und Blindenhund bewährt.

Immer wichtig bei ihm übertragenen Aufgaben ist die kompromisslose Führung durch seinen Halter, so dass Impulsivität, Führungsanspruch und selbstständiges Handeln des Hundes stets unter Kontrolle bleiben.

Erziehung und Kontrolle von Anfang an

Da der Rottweiler auf unbekannte Personen oder Situationen ausgesprochen misstrauisch reagiert, sollte er früh, behutsam, mit Geduld und Konsequenz an Fremdes oder Unbekanntes herangeführt werden.

Die Integration in eine Familie oder Gruppe sollte ebenfalls so früh wie möglich vollzogen werden. Um das friedfertige und gelasseneWesen des Rottweilers auszuprägen und seine gutmütigen, treuen und besonders anhänglichen Charakterzüge zu formen, ist eine Erzeihung mit Souveränität, Besonnenheit und Sachkenntnis von Beginn an unumgänglich.

Der willensstarke Hund mit ausgeprägtem Schutz- und Territorialverhalten braucht konsequentes, kompetentes Handeln und einen loyalen Führungsstil.

Hund und Halter – ein gutes Team

Der Rottweiler, eine der ältesten Hunderassen der Welt, vereint viele hervorragende Eigenschaften und Wesenszüge.

Schon die Römer schätzten die Vorfahren des Rottweilers als Treib- und Hütehund. Große Kraft, Wendigkeit und enorme Ausdauer zeichnen diese Hunde bis heute aus.

Seine Charakterfestigkeit und seine klaglose Bereitschaft, die ihm übertragenen Aufgaben zu erfüllen, machen ihn in der heutigen Zeit, bei artgerechter Haltung und Pflege, zu einem idealen Begleithund.

Sein muskulöser, gut proportionierter Körper ist widerstandsfähig und recht resistent gegenüber Krankheiten, sein kurzes, grobes Fell pflegeleicht.

Für eine gute Mensch-Hund-Beziehung ist ein fester, bestimmter Charakter und ein eindeutiges, fortwährendes Verhalten des Halters von grundlegender Bedeutung und Garant für eine dauerhafte und erfolgreiche Partnerschaft zwischen Zweibeiner und Vierbeiner.

Kennst Du einen Rottweiler? Welche Eigenschaften, welchen Charakter hat Dein Rottweiler? Bitte hinterlasse eine Antwort!

 

Aktivitäten mit dem Rottweiler

Wenn ihr euren Rottweiler gut erzieht, ist er ein toller Partner bei jeder sportlichen Aktivität.Die Rasse ist in erster Linie als Arbeitshund und nicht als Ausdauerläufer gezüchtet worden. Ihr braucht also nicht so oft mit ihm joggen gehen, sondern solltet ihn lieber zum Hundesport mitnehmen. Aufgrund seiner Agilität und guten Führigkeit eignet er sich auch besonders gut für Obedience. Hier kann er sein Können unter Beweis stellen und lernt gleichzeitig, dass ihr das ranghöhere Familienmitglied seid. Der Rotti eignet sich ebenso hervorragend als Wachhund, da er Haus und Hof seiner Familie aufmerksam und gewissenhaft beschützt.

Besonders beliebt ist die Rasse für den Dienst beim Militär oder bei der Polizei, aufgrund ihrer Nervenstärke und dem ausgeprägten Schutzinstinkt. Das Militärhundezentrum Kaisersteinbruch in Österreich ist mit über 1.500 gezüchteten Militär-Hunden die größte Rottweilerzucht der Welt. Die Hunde werden hauptsächlich zur Bewachung von technischen Anlagen, Flughäfen, Munitionslagern und Sperrgebieten eingesetzt. Der anerkannte Diensthund ist aber auch bei der Berg- oder Wasserrettung tätig.

Corona-Virus Angst und Sorge um unsere Vierbeiner

Die Medien überschlagen sich derzeit mit neuen Infos und stündlich werden wir über nichts anderes mehr informiert. 
Die Frage beschäftigt wohl derzeit alle Haustierbesitzer. Ist das Corona Virus, also CoVid19 auf unsere geliebten Vierbeiner übertragbar oder können wir uns womöglich bei unseren Haustieren anstecken?! 

Wir können jedoch Entwarnung geben!

Was heißt eigentlich Corona beim Hund: 
Coronaviren (CCoV) sind schon lange bekannt und finden sich in verschiedenen Erkrankungen, wie z.B. Durchfallerkrankung. Hier muss man allerdings klar unterscheiden, Corona ist nicht Corona!

Das Coronavirus dass wir aus den Medien kennen befällt die menschliche Lunge und es besteht kein Grund zur Panik, falls Sie eine Kot probe Ihres Hundes bei Ihrem Tierarzt abgeben und diese positiv auf Coranaviren ist!

Coronainfektionen beim Hund verlaufen in der Regel glimpflich. Immunschwache Tiere reagieren meist mit starkem Durchfall. Wir empfehlen folgende Produkte zur Immunstärkung:
Power Darm für eine gesunde Darmflora https://www.artgerechtes-hundefutter.at/content/partners/612971/shop/shop/article/11286/power-darm_140g_1_stueck_?category=62194
Bierhefe Chlorella https://www.artgerechtes-hundefutter.at/content/partners/612971/shop/shop/article/44401/bierhefe_chlorella_170g_1_stueck_?category=62194

Hundeplatzschließung-Verhaltensregeln-Gassi Runden:

Auch können manche Hundebesitzer die Wohnung eingeschränkt verlassen, bzw. werden angehalten, sobald der Hund das „Geschäft“ erledigt hat, zurück in die Wohnung zu kehren. Leider fehlt einigen Hunden hier die körperliche Auslastung.

Wir haben ein paar Tipps für die Indoor-Beschäftigung für den Hund:
-Schnüffelteppich: Einfach an eine alte Matte mit Löchern mit Stoffreststreifen verknüpfen und Leckerlies darin platzieren / verstecken. 

-Futterbeutel: Der Hund soll sich das Futter „erarbeiten“. Am besten eignet sich dafür Trockenfutter-natürlich kalt gepresst. Unser Dr. Ziegler´s kaltgepresstes Futter ist in 5 Sorten erhältlich. Auch in unserem Onlineshop! Steigerung-Wer einen Garten zur Verfügung hat, kann die Übung zunächst in der Wohnung üben und dann im Garten. 

-Eine Schachtel mit Zeitungspapier füllen und die Leckerlies darin verstecken.

– Agility: Wenn Sie einen Garten zur Verfügung haben, können Sie verschiedene Stationen aufbauen z.B. Hürden / Alte Tonnen / Slalomstangen. Hier haben nicht nur die Hunde Spaß, auch der Halter bewegt sich an der frischen Luft! 

Sollten Sie sich in häuslicher Quarantäne befinden:
Via Facebook / Instagram werden immer mehr Gruppen gebildet, die Gassi Runden für Ihre Vierbeiner anbieten. 

Corona Virus bei der Katze:

Rund 80% unserer Samtpfoten sind Träger des meist harmlosen Feline Coronavirus. Auch hier unterscheiden wir wieder und es besteht kein Grund zur Panik!  
Die Höhe des „Corona – Titers“ sagt nichts darüber aus, ob eine Katze an FIP (Feline Infektiöse Peritonitis) erkranken wird oder nicht, jedoch wie viele Viren mit dem Kot ausgeschieden werden. Bei Katzen die an FIP erkrankt sind, ist es zu einer Mutation des Coronavirus gekommen. Dies passiert bei ca. 5 % der Katzen. Gefährdet sind hier Katzen die in Gruppenhaltung auf engem Raum gehalten werden, wie z.B. Tierheimen. Dabei spielt das Alter und der Immunstatus der Katze eine große Rolle.

Tatort Darm Teil 2

Tatort Darm Teil 2

In unserem ersten Teil haben wir über Symptome, Ursachen und Folgen einer gestörten Darmflora bei unseren Tieren Hund und Katze gesprochen und im 2. Teil befassen wir uns mit einer strategischen Vorgehensweise für eine zielgerichtete Therapie:


1.    Futterumstellung (Vermeidung von Reizfaktoren und weiteren Entzündungen)
2.    Schleimhauttherapie (Regeneration der Schleimhäute und Darmbarriere)
3.    Ausleitung und Bindung von Stoffwechselendprodukten wie z.B. Ammoniak, Histamin, Toxine und Schwermetalle
4.    Mikronährstofftherapie


Der erste Schritt ist die Umstellung auf ein hochverdauliches Futter mit einer Proteinsorte (mageres Muskelfleisch) und Gemüse, selbst zubereitet und ohne synthetische Zusätze (z.B. Mineralfutterzusätze). Wir empfehlen, das Futter für einige Wochen selbst zusammenzustellen und auf jedes industriell hergestellte Fertigfutter zu verzichten, da in diesen meist verschiedene Inhaltsstoffe (besonders Proteine) zusammenkommen, auf die unser Tier reagieren kann. Durch eine Eliminationsdiät versuchen wir herauszufinden auf welchen Futterbestandteil das Tier reagiert und somit das Entzündungsgeschehen im Darm einzugrenzen.
Reagiert die Magenschleimhaut auf einen Futterinhaltsstoff, so stehen Speicheln, Erbrechen und allgemeines Unwohlsein kurzer Zeit nach Futteraufnahme im Vordergrund. Sind dagegen Dünn- und Dickdarm betroffen, reagiert der Organismus mit Durchfällen (wässrig, blutig, schleimig, breiig), die erst mehrere Stunden nach der Futteraufnahme auftreten können. Eine körpereigene übermäßige Freisetzung von Histamin (Gewebehormon) erfolgt bei entzündlichen, allergischen und toxischen Prozessen in Haut, Lunge und Schleimhaut des Magen-Darm-Traktes. Histamin ist damit ein wichtiger Botenstoff und sollte z.B. bei ständigem Juckreiz mit verletzter Haut und Pfoten, nicht einfach ignoriert und ausschließlich mit Medikamenten unterdrückt werden. Positive Effekte auf die Hautgesundheit der Tiere sind meistens durch eine Umstimmung der Darmflora zu erklären.


Um eine Schleimhauttherapie beginnen zu können, müssen wir die pH-Werte der einzelnen Darmabschnitte mit beeinflussen, d.h. keine Fütterung von Stärketrägern bei einem sauren pH-Wert (beim Tier unter 6) im Kot mit Gärungsflora (Blähungen). Bei einer Fäulnisflora (proteolytische Flora mit stinkenden Durchfällen) und einem alkalischen pH-Wert (beim Tier über 8) im Kot, verzichten wir auf tierische Nebenerzeugnisse mit schwer verdaulichen Eiweißen. Der richtige pH-Wert, d.h. das richtige Milieu, ist sehr wichtig für Heilung und Regeneration der Darmschleimhaut, denn was entzündet und löchrig ist (Leaky Gut) kann seine Schutzfunktionen vor pathogenen Keimen und Allergenen nicht bewerkstelligen. Die Aminosäure L-Glutamin leistet hier wertvolle Dienste, denn sie ist basisch und wird für alle schnellteilenden Zellen benötigt, besonders von denen des Immunsystems und der Schleimhautzellen. Glutamin ist für eine starke Schleimhaut-Barriere wichtig und wird bei der Bildung von Immunzellen (Lymphozyten und Makrophagen) ständig verbraucht. Glutamin kann mit einer Richtdosis von 1 Gramm/10 kg Körpergewicht 1-2mal täglich über Monate ergänzt werden. Auch „Synerga“ von Laves ist ein Therapeutikum für die Schleimhaut mit entzündungshemmender und immunregulierender Wirkung aus den Stoffwechselprodukten des Escherichia coli und sollte erst nach einer fachkundigen Beratung eingesetzt werden. Auch die Zugabe von natürlichen Darmbakterien wie den Enterokokken (Enterococcus faecalis) hat eine positive immunmodulierende Wirkung.


Für die Ansiedelung einer stoffwechselaktiven und gesunden Darmflora benötigen wir Probiotika („pro“ =für/ „bios“=das Leben) in Form von lebenden Mikroorganismen, z.B. Milchsäurebakterien in hochdosierter Form (BiosAktiv Kapseln). Milchsäurebakterien bilden einen Schutzfaktor für die Darmschleimhaut, verursachen einen leicht sauren pH-Wert (beim Tier 6,5-7) im Dickdarm und vermindern das Wachstum pathogener Keime. Außerdem fördern Milchsäurebakterien die Bildung kurzkettiger Fettsäuren, die den Darmzellen als wichtige Energiequelle dienen. Präbiotika, d.h. wasserlösliche und leicht fermentierbare (Abbau durch Darmbakterien) Ballaststoffe wie z.B. Akazienfaser unterstützen ebenfalls die Bildung kurzkettiger Fettsäuren. Zusätzlich erniedrigen Präbiotika den pH-Wert im Darm in den gesunden physiologischen Bereich.  Die Akazienfaser ist geruchlos, geschmacksneutral, nicht blähend und enthält 80 % lösliche Ballaststoffe für den Darm. Das im Futter eingesetzte Gemüse ist eine andere Art von Ballaststoffquelle, die als schwer fermentierbar z.B. die Kotflüssigkeit im Dickdarm bindet und den Kotabsatz reguliert.


Bei  einer gestörten Darmflora müssen auch die giftigen Stoffwechselprodukte wie z.B. Ammoniak (Überlastung Leber), Histamin (Entzündung der Haut), überschüssige Säuren (von Magen, Darm, Pankreas, Niere), Schwermetalle (aus Umwelteinflüssen und Impfstoffen) und Pilzgifte (z.B. vom Darmpilz Candida) gelöst und ausgeschieden werden. Zeolith eignet sich damit vor allem zur sanften Entgiftung bei empfindsamer Schleimhaut des Verdauungskanals und zur Selektion von pathogenen Darmbakterien. Ohne eine begleitende Entgiftungstherapie ist bei chronischen Verdauungsstörungen ein Aufbau der Darmflora schwer möglich.
Bei allen Formen von Verdauungsstörungen entstehen langfristig Mikronährstoffmängel durch mangelnde Aufnahme (Malabsorption) bei Schleimhautschädigungen und chronische Entzündungen in Magen und Darm.  Zu der Gruppe von Mikronährstoffen  im Allgemeinen  zählen Vitamine, Mengen- und Spurenelemente, sekundäre Pflanzenstoffe, essenzielle Fettsäuren und Aminosäuren.  Folgende Stoffe sollten substituiert werden,  weil sie für biologische Stoffwechselprozesse essentiell sind und bei Erkrankungen  vermehrt verbraucht werden:
1.    Wasserlösliche Vitamine B und C:
B-Vitamine sind an sehr vielen Stoffwechselprozessen beteiligt (z.B. B12 für die Blutbildung) und fördern ein gesundes Bakterienwachstum. Vitamin C wird benötigt für die Bildung von Gallensäuren und die Beschleunigung von Heilungsprozessen (z.B. B-Komplex + C)
2.    Fettlösliche Vitamine A, D, E und K:
Vitamin D reguliert Entzündungsprozesse und ein überschießendes Immunsystem, Vitamin A unterstützt die Heilung der Schleimhäute, Vitamin K2 (Knochenvitamin) und Vitamin E sind zur Gesunderhaltung von Knochen und Haut (z.B. LipoVitamine 1000 forte)
3.    Zink & Selen:
Sie sind die „Immun-Spurenelemente“ und verantwortlich für ein funktionierendes Immunsystem. Zink ist auch maßgeblich am Zellstoffwechsel  von Haut/Schleimhaut und an der Bildung von Enzymen für den Stoffwechsel von Kohlenhydraten, Proteinen und Lipiden (Fette) beteiligt. Selen fördert die Reparatur des „Leaky Gut“ und die körpereigene Entgiftung. 
4.    Omega-3 Fettsäuren sind entzündungshemmend und fördern ebenfalls ein gesundes Bakterienwachstum (z. B. Krillöl, das auch bei Fettstoffwechselstörungen eingesetzt werden kann)

Tatort Darm Teil 2

Tatort Darm – Teil 1

Auch bei unseren Hunden und Katzen ist der Darm und seine Besiedelung mit Mikroorganismen (Mikrobiom) mit ca. 80 %, der wichtigste Koordinator des Immunsystems. Wenn unsere Tiere plötzlich von chronischen Durchfällen geplagt werden, mäkelig beim Futter werden oder Futter ganz verweigern, wenn Juckreiz, Hautentzündungen und /oder Ohrenentzündungen auftreten, dann handelt es sich häufig um den Tatort „Darm“ und die Folgen können den gesamten tierischen Organismus belasten und auch uns Tierbesitzer.
Es ist daher wichtig, solche Störungen im Darm rechtzeitig zu erkennen und nicht einfach nur zu versuchen, die Symptome zu behandeln, wie z.B. die Futtermarke zu wechseln.


Hunde und Katzen reagieren instinktiv, wenn es um Ihr Wohlbefinden geht und diese Instinkte haben Ihre Gründe: ich fresse das nicht, weil es mir nicht guttut oder ich schlinge alles in mich hinein, weil ich 5-6mal Kot am Tag absetzen muss und ich an Gewicht verliere. 
Unser Tatort „Darm“ besteht aus einem komplexen System, beginnend von Maulhöhle bis Anus. Die reibungslose Funktion von Magen, Dünndarm, Dickdarm und der Schutzbarriere „Schleimhaut“ werden über die Art der Ernährung, der Mikroorganismen im Darm und äußeren Einflüssen wie z.B. Medikamenten wie Antibiotika und Wurmkuren, maßgeblich beeinflusst. Wer Opfer und Täter in unserem Tatort „Darm“ ist, werden wir versuchen mit euch zu ermitteln.

Bei  einer artgerechte Ernährung mit rohem Fleisch wird die Magensäureproduktion angeregt, das Fleisch in kleinere Bestandteile zerlegt. Die Magensäure mit Ihrem pH-Wert von 1-1,5 kann auch aufgenommene Fremdkeime abtöten. Zusätzlich verhindert die Magensäure die Ausbreitung krankmachender Bakterien wie z.B. Helicobacter Pylori. Die Proteine im Futterbrei werden vom Magen in den Dünndarm weiter transportiert,  hier werden sie durch eiweißspaltende Pankreasenzyme (Proteasen) in die kleinste Eiweißfraktionen „Aminosäuren“ zerlegt, sodass diese resorbiert werden können. Über die Dünndarmschleimhaut gelangen sie in den Blutkreislauf  und stehen  so für den Zellstoffwechsel zur Verfügung. Im Dünndarm ist die Schleimhaut mit Mikroorganismen besiedelt (Darmbarriere), die wie ein Pförtner kontrolliert, wer durch die Schranke darf und das Immunsystem nicht in Aufruhr bringt. Die Eiweißverdauung sollte am Ende des Dünndarms abgeschlossen sein. Der restliche Futterbrei wird in den Dickdarm abgegeben, wo die unverdauten Bestandteile (Ballaststoffe) von den Bakterien fermentiert werden. Die Menge der angesiedelten Mikroorganismen nehmen von Magen über Dünndarm bis zum Dickdarm hin enorm zu und haben je Bereich auch unterschiedliche Aufgaben. Die Mikroorganismen im Magen von Hund und Katze sind relativ wenig erforscht, allerdings weiß man, dass diese eine Art Filterfunktion für die Mikroorganismen im Darm (Mikrobiom) ausüben und damit die physiologische Darmflora beeinflussen. Mikroorganismen haben viele Namen wie z.B. Kleinstlebewesen und Mikroben. Wichtig ist, zu verstehen, dass diese Mikroben miteinander kommunizieren und sich vermehren je nach Art und Weise, wie die Gemeinschaft (Darmflora) als Mischkultur versorgt und behandelt wird.
Die Darmflora wird unterteilt in eine Immunflora, eine Protektivflora und eine Mukonutritivflora. Die Immunflora mit den Bakterienstämmen Eschericha Coli und Enterokokken trainiert das Immunsystem und gewährleistet ein Gleichgewicht zwischen den Immunzellen TH1 und TH2. Das Immunsystem wird ausbalanciert und es kommt nicht zu einer Fehlprogrammierung der Körperabwehr, d.h. dass es nicht mehr zwischen Gut (z.B. Futter) und Böse (z.B. Krankheitserreger) unterscheiden kann. Die Schutzflora (Protektivflora) mit der Gruppe der Milchsäurebakterien (Bifidobacterium und Lactobazillus) verhindert durch Ansäuerung des Milieus die Besiedelung mit pathologischen Keimen und stärken die Darmbarriere, sodass Darmentzündungen und ein „Leaky Gut“ (löchriger Darm) verhindert werden. Zu der schleimbildenden und ernährenden Darmflora (Mukonutritivflora) gehören die Bakterienstämme Faecalibacterium prausnitzii und Akkermansia muciniphila, die für eine intakte Schleimhaut, die Produktion von schützendem Schleim und die Ernährung der Darmzellen sorgen.

Gerät eine gesunde Darmflora durch minderwertige Futtermittel, Medikamente, Umweltgifte und Zusatzstoffe in Fertigfuttermitteln in Schieflage entstehen eine Schädigung der Darmepithelzellen und eine erhöhte Durchlässigkeit der Darmwand. Die gesunde Darmflora wird durch eine vorwiegend proteolytische Flora verdrängt und  pathogene Bakterien (z.B. Proteus, Klebsiella, E.Coli Variante und Clostridien) können zu entzündlichen Veränderungen im Darm führen. Das zeigt sich in Blähungen, Aufstoßen, Darmkrämpfen, übelriechendem schmierigen, blutigen Kot, häufiger Kotabsatz, Abmagerung, Erbrechen, Unruhe nach der Futteraufnahme, sowie Wesensveränderungen der betroffenen Tiere.
Durch den Abbau unverdauter  Proteine im Dickdarm, entstehen giftige Stoffwechselprodukte (z.B. Ammoniak), die die Entgiftungsorgane wie die Leber überlasten und Entzündungen im gesamten Organismus verursachen können.
Auch ist bei einer durchlässigen Darmwand (Leaky Gut) mit einer gestörten Regulation des Immunsystems zu rechnen, wodurch Futtermittel-Intoleranzen oder Allergien entstehen können. Mit einem Darmflora Check für Tiere können die Täter (Ursache für eine veränderte Darmflora) schnell ausfindig gemacht und dem Opfer „Darmflora Tier“ mit geeigneten Maßnahmen geholfen werden.


Dabei ist die Vorgehensweise sehr wichtig, denn nur konsequente und zielgerichtete Maßnahmen bringen einen langfristigen Therapieerfolg. Beschränken sich die Maßnahmen nur auf die Meidung des Allergens ohne Berücksichtigung der Darmflora und des gesamten Verdauungstraktes, bedeutet dies nur eine vorübergehende Symptompause und der Krimi am Tatort „Darm“ geht weiter.
In unserem nächsten Blogartikel „Tatort Darm Teil 2“ analysieren wir die therapeutischen Ansätze und die richtige Vorgehensweise.